Ein Lebenszeichen

Liebe Leute,

heute senden wir mal wieder ein Lebenszeichen aus dem Kollektivcafé! Seit wir am 18. Mai wieder geöffnet haben, waren wir ganz schön damit beschäftigt, uns auf die neue Situation einzustellen. Wir haben weiterhin nur unseren Außenbereich geöffnet. Der Café-Raum ist für Gäste geschlossen. Bisher haben noch keine Veranstaltungen bei uns stattgefunden, und wir müssen bei jeder Anfrage genau überlegen, ob und wie sie sich realisieren ließe. Bei sehr schlechtem Wetter müssen wir flexibel entscheiden, ob es sich lohnt, das Café zu öffnen.

Bis auf Weiteres mussten wir uns von der Selbstbedienung verabschieden, weil wir die zu erwartenden Warteschlangen und die Corona-Auflagen nicht gut miteinander in Einklang bekommen würden. Deshalb bedienen wir euch zurzeit an den Tischen – das war und ist eine ganz schöne Umstellung für unsere Abläufe und unser Selbstverständnis. Hinzu kommt, dass wir ja eure Daten aufnehmen und sammeln müssen. Insgesamt also ganz schön viele große und kleine Dinge, die ihr und wir zurzeit beachten müssen.

Nichts desto trotz geht es uns gut! Und das haben wir auch euch zu verdanken. Über unsere Spendenkampagne haben wir von euch über 6.000 Euro geschenkt bekommen – das hat uns über die zwei geschlossenen Monate von Mitte März bis Mitte Mai gebracht. Darüber hinaus konnten wir auch Soforthilfen beantragen. Das hat alles hat dazu beigetragen, dass wir gerade ganz zuversichtlich sind, dass wir als Café-Kollektiv die Krise wuppen – auch wenn natürlich noch nicht klar ist, wie sich die Situation (vor allem im Herbst und im Winter) weiterentwickelt.

In den letzten Monaten hat sich auch unsere Kollektivstruktur und die Vernetzung mit anderen Kasseler Kollektiven nochmal auf ganz andere Weise bewährt. Als Cafékollektiv haben wir gemeinsam nach Lösungen gesucht, konnten diese zeitnah umsetzen, Aufgaben verteilen und das Geld, das da war, solidarisch denjenigen geben, die es für ihren Lebensunterhalt brauchten. Das „Krisenmanagement“ lag nicht auf den Schultern von ein oder zwei Personen, sondern alle Kollektivist*innen haben Verantwortung getragen. Und das obwohl wir uns lange Zeit gar nicht mehr persönlich zum Plenum treffen, sondern nur per Video-Konferenz diskutieren konnten.

Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir jetzt den Sommer wieder mit euch gemeinsam an der Fulda verbringen können! Ein großes Dankeschön für eure Unterstützung und eure Geduld, wenn bei uns mal nicht alles perfekt läuft. Das ist auch gar nicht unser Anspruch: Wichtig ist uns, dass wir uns wohlfühlen, ihr euch wohlfühlt und dieser politische, solidarische und wunderschöne Ort in Kassel erhalten bleibt.

Sobald es etwas Neues gibt, melden wir uns wieder!

Bis dahin alles Gute und wir sehen uns in der Sonne,
viele Grüße von euren Kollektivistas

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