20. September: Klimastreik im Kollektivcafé

Wir streiken gegen die #Klimakrise und für globale #Gerechtigkeit. Wir streiken für ein menschenwürdiges Leben für alle – egal wo. Wir streiken gegen die kapitalistischen Verhältnisse, die eine Klimakrise in diesem Ausmaß herbeigeführt haben.
 
Und trotzdem arbeiten wir heute. Wir möchten dieses Café als Ort der Begegnung offen halten, um mit euch ins Gespräch zu kommen. Und um über Lösungen nachzudenken. Deshalb ist heute einiges anders. Wir durchbrechen Routinen, wir verzichten, wir diskutieren.
 
Am heutigen Tag werden wir keinen #Kaffee und keine Milchprodukte verkaufen. Denn diese sind bei alltäglichem #Konsum eigentlich mit zu hohen ökologischen und sozialen Kosten verbunden.
 
Denn es ist definitiv Zeit, anders zu denken und anders zu handeln: Wir müssen unsere Lebensweise fundamental ändern, um nicht weiter auf Kosten Anderer zu leben. Anders handeln kann aber nicht nur bedeuten den individuellen Konsum zu verändern. Verzicht auf gewisse klimaschädliche Produkte und Verhaltensweisen ist sicher gut und richtig, aber er wird nicht ausreichen. Es braucht politische Veränderung! Es braucht eine grundlegend andere Art des Wirtschaftens!
 
Auch können sich momentan nicht alle Menschen Biolebensmittel leisten oder ohne Auto in einer teuren Stadtwohnung wohnen. Deshalb muss wirksamer „Klimaschutz“ immer auch soziale Fragen beantworten und ist ohne Umverteilung nicht möglich. Klimagerechtigkeit ist antikapitalistisch!
 
Aber leider sind auch wir als Café Teil kapitalistischer Logiken. Wir bemühen uns zwar gute Produkte zu verkaufen: unser Kaffee unterstützt die Zapatistas in Mexiko und wird von einem Kollektiv vertrieben, unsere Limos sind bio, unser Bier – weitgehend – regional. Wir verkaufen veganes Essen und viele vegane Kuchen. Zusätzlich möchten wir zu Preisen anbieten, die für möglichst viele Menschen bezahlbar sind und uns faire Löhne für unsere Arbeit bezahlen. Wir müssen Miete bezahlen und mit steigenden Preisen umgehen. In diesem Spannungsfeld treffen wir unsere Entscheidungen und können vieles nicht so konsequent tun, wie wir es uns wünschen würden.
 
Aber dies alles ist auch nur ein Teil unserer Arbeit. Mit unserem Café schaffen wir einen Raum für Veränderung: durch politische Veranstaltungen, Kultur auch ohne Eintritt und verschiedene solidarische Praxen. Bei uns sollen sich emanzipatorische Kräfte begegnen und verbünden. In diesem Sinne sehen wir uns als Teil des Klimastreiks und des Kampfes für Klimagerechtigkeit!
 
Und jetzt genug gelesen! Stärkt euch, ruht euch aus und dann geht die Welt retten!

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